Ein Gastbeitrag von Benedikt Ahlfeld

Sich entscheiden zu müssen – NEIN bloß nicht! Das ist die Reaktion vieler Menschen, wenn es darum geht sich für etwas entscheiden zu müssen. Und gerade in wichtigen Lebenssituationen, die oft eine schnelle Entscheidung verlangen, schrecken viele Menschen davor zurück. Sie treffen bewusst keine Entscheidung, aus Angst etwas falsch zu machen und geben wichtige Lebensentscheidungen lieber in die Hände anderer. Und diese Entscheidung kann nur falsch sein! Denn nur du alleine kannst wissen, was du wirklich willst.

Deine persönliche Entscheidungs-Checkliste

Entscheidungen, die einen starken Einfluss auf dein Leben haben, solltest du nicht leichtfertig treffen. Doch du musst sie auch nicht zu Tode analysieren. Wichtig ist es, dir im Vorfeld Klarheit über einige Punkte zu verschaffen, die du bei Entscheidungen als Go- oder No-Go-Kriterium immer wieder zur Hand nimmst. Anhand dieser Punkte kannst du jede Entscheidung schnell durchscannen und mit gutem Gewissen treffen.

1) Habe ein Ziel vor Augen – Der Weg ist das Ziel! Und genau das trifft auch beim Entscheiden zu. Hast du ein klares Ziel vor Augen und weißt du genau was du willst, verfügst du bereits über einen wichtigen Entscheidungsbonus. Setz dein Ziel in deinen Fokus. Hast du das gemacht, fällt dir in vielen Situationen das Entscheiden leichter. Nur jene Entscheidungsoptionen, die dein Ziel unterstützen, kommen überhaupt in die engere Auswahl. Alle anderen sind es nicht wert überhaupt einen Gedanken daran zu verschenken.

2) Verschaff dir Klarheit über deine Werte und Glaubenssätze – Mit welchen Werten und Glaubenssätzen kannst du dich identifizieren? Welche Werte und Glaubenssätze spiegeln deine Lebenseinstellung wider? Und welche Werte und Glaubenssätze sind ein absolutes No-Go? Verschaff dir ein Bewusstsein darüber, welche Werte und Glaubenssätze du als Person vertrittst und von welchen du dich distanzierst. Kannst du für dich Pro und Contra klar abgrenzen, hast du einen weiteren Entscheidungsbonus gefunden.

3) Hör auf deinen Körper – Manche Entscheidungen kann man einfach nicht erklären. Du weißt nicht mehr, wieso du sie getroffen hast, doch du warst dir von Anfang an sicher, dass sie richtig waren. Meist handelt es sich bei diesen Entscheidungen um Bauchentscheidung. Deine Intuition sagt dir ohne groß darüber nachzudenken, dass dir die eine Entscheidungsalternative besser tut, als die andere. Versuch daher Entscheidungen nicht nur mit dem Kopf zu treffen, sondern hör auch auf die restlichen Signale deines Körpers. Oft ist es das Unterbewusstsein, das dir wichtige Signale vermittelt. Methoden aus der Hypnose und der NLP können dich dabei unterstützen, dich mit deinem Unterbewusstsein aktiv auseinanderzusetzen.

4) Profitier von deiner Erfahrung – Die meisten Menschen sind sich gar nicht darüber bewusst, wie viele Entscheidungen sie jeden Tag aufs Neue treffen. Nur wenn du erkennst, Entscheidungen wahrzunehmen, kannst du von jeder einzelnen Entscheidung für deine Zukunft profitieren. Fang damit an, über einen bestimmten Zeitraum deine Entscheidungen zu notieren. Fang damit an, ein Entscheidungstagebuch zu führen. In schwierigen Entscheidungssituationen ist dein Tagebuch ein Ratgeber, der dir zeigt, wie du ähnliche Situationen schon einmal gelöst hast und welche Ergebnisse sich daraus ergeben haben.

5) Überwinde deine Angst – Das Überwinden deiner Angst ist der wohl wichtigste Punkt im Entscheidungsprozess. Denn nur wenn du es schaffst, Entscheidungen angstfrei gegenüberzutreten und den Sinn und nicht die Emotion dahinter siehst, kannst du es schaffen, Entscheidungen aus tiefster Überzeugung zu treffen. Dir muss klar werden, dass es bei Entscheidungen kein richtig oder falsch gibt. Gleichzeitig muss es dir klar werden, Entscheidungen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und sich bewusst für das Entscheiden zu entscheiden.

 6) Think positive! – Sei kein Entscheidungsmuffel! Versuch jeder Entscheidung etwas Positives abzugewinnen. Nur mit einer gesunden Grundeinstellung kannst du es schaffen, die für dich richtige Entscheidung zu treffen. Und stehst du vor der Entscheidung, dich zwischen Pest und Cholera entscheiden zu müssen, schreck nicht zurück! Denn auch in diesen Situationen hast du es in der Hand, die Richtung vorzugeben. Denk positiv und mach dir nicht zu viel Gedanken über mögliche Konsequenzen. Eine Entscheidung ist nicht immer nur ein Türöffner zum Glück. Jede Entscheidung bringt positive und negative Konsequenzen mit sich. Das gehört einfach dazu!

 7) Bleib standhaft – Hast du eine Entscheidung getroffen, dann steh dazu. Lass dich von anderen Personen nicht davon abhalten. Du hast deine Gründe dafür, warum du dich für das Eine und nicht für das Andere entschieden hast. Stell dich nicht selbst immer wieder in Frage. Du musst lernen, mit getroffenen Entscheidungen abzuschließen und sie nicht immer wieder aufs Neue zu hinterfragen. Nur so kannst du es schaffen, deine Entscheidungen selbst zu bestimmen und dich nicht von deinen Entscheidungen zu bestimmen lassen.

 

Fazit

Entscheidungen zu treffen ist viel leichter als man glaubt. Du selbst bist die Basis für all deine Entscheidungen. Gelingt es dir, mit dir selbst im Reinen zu sein und Klarheit über deine Ziele, Werte und Glaubenssätze zu schaffen, hast du bereits einen wichtigen Grundstein für ein gesundes Entscheidungsverhalten gesetzt. So kannst du es schaffen, auch in schwierigen Entscheidungssituationen schnell und sicher zu reagieren und kannst dir dabei sicher sein, ganz in deinem Sinn gehandelt zu haben. Entscheide dich für die Entscheidung und gib deinem Leben die richtige Richtung vor, die dich Schritt für Schritt deinen Lebenszielen näher bringt.

 

Über den Autor:

Benedikt Ahlfeld ist Autor und Trainer einer NLP Ausbildung. Er zeigt, wie man selbstbestimmte Entscheidungen trifft und damit seine volle innere Kraft nutzt. Besuche ihn auf www.BenediktAhlfeld.com und finde heraus, wie du dein Leben nach eigenem Standard gestalten kannst.